Plastik Alternativen

Bio Bros Allgemein

In diesem Blog beschäftigen wir uns mit den Plastik Alternativen. Für uns war es auf jeden Fall sehr interessant, weil wir einige Alternativen gefunden haben mit denen wir nicht gerechnet haben. Haben wir euer Interesse geweckt?

  1. Zuckerrohr als alternatives Material

Bereits heute werden viele Alternative Produkte aus Zuckerrohr angeboten. Diese reichen von der Plastiktüte bis zum Einweg-Teller. Hergestellt wird das Material aus den faserigen Überresten der Zuckerproduktion.

  1. Plastik aus Pilzen

Auch ein Pilz kann eine geeignete Alternative für Plastik aus der Forschung sein. Er nennt sich Mycelium (oder auch Myzel) und bezeichnet grundsätzlich die Gesamtheit aller fadenförmigen Zellen eines Pilzes. Auch wenn Mycelium sich besonders gut als Verpackungsalternative für Plastik eignet, lässt sich daraus auch sehr gut nachhaltiges Leder produzieren, wie es z.B. MycoWorks bereits vormacht.

  1. Milchproteine aus der Forschung

US-Amerikanische Forscher haben eine Plastik Alternative aus Milchproteinen entwickelt, die leicht, biologisch abbaubar und sogar essbar ist. Für die Entwicklung wurde das Milch-Protein Casein verwendet, dass wesentlich dazu beiträgt, dass darin verpackte Lebensmittel länger haltbar werden. Grundsätzlich bietet das Milchprotein also schon einmal die Chance, die Lebensmittelverschwendung zu reduzieren. Da die Verpackung auch essbar ist, entsteht zum Beispiel für die Aufbewahrung von Suppen ein weiterer Vorteil. Diese könnte einfach samt Inhalt in einen Topf geworfen und gekocht werden.

  1. Algen als Plastik Alternative

Ja, richtig gehört! Auch aus den Algen, die und beim Baden im Meer sonst eher etwas stören, kann man einen Kunststoff herstellen, der dem uns bekannten Plastik ähnelt. Das Material ist dann biologisch abbaubar und sogar essbar. Mit Hilfe der sogenannten Spherifikation wird eine Art natürliche Schale bzw. Wasserdichte Haut gebildet, durch die man Flüssigkeiten aufbewahren kann. Der Vorteil gegenüber herkömmlichen Plastikflaschen ist vor allem, dass keine giftigen Schadstoffe wie z.B. Mikroplastik in das Getränk übergehen können. Die Algen haben zudem eine kurze und hohe Wachstumsrate und sind auch bei der Kultivierung relativ anspruchslos.

  1. Plastik aus Hanf

Hanf könnte tatsächlich eine vielbedeutende Alternative für Plastik sein. Die Forschung ist hier bereits sehr weit. Von Strängen der Pflanze entfernt man die Hanffasern und übrig bleiben etwa 77% Zellulose, aus denen bereits heute Plastik hergestellt wird. Das entstehende Material sieht aus wie gewöhnlicher Kunststoff und ist auch sehr leicht. Der große Vorteil ist natürlich, dass Plastik aus Hanf biologisch abbaubar ist. Die Pflanze wächst sehr schnell und bindet zudem CO2 und hilft damit gleichzeitig, den Klimawandel zu stoppen. Der Anbau von industriellem Hanf ist aber in vielen Teilen der Welt noch verboten, weshalb es bisher auch sehr wenige Produkte und Alternativen mit Plastik aus Hanf gibt.

  1. Biokunststoff aus Maisstärke

Grundsätzlich bezieht sich diese Alternative für Plastik auf die Verwendung von Stärke, wie zum Beispiel aus Mais oder auch Kartoffeln. Bei der Herstellung solchen Biokunststoffs entsteht Polymilchsäure (PLA). Die pflanzliche Stärke wird durch den Prozess in ein Polymer umgewandelt, sodass ein Kunststoffprodukt wie beispielsweise eine Plastiktüte daraus entsteht. Optisch unterscheiden sich die Produkte kaum vom herkömmlichen Material, weshalb häufig eine Beschriftung wie „biocompostable“ darauf angebracht wird.

Auf diese Alternative werden wir in einem anderen Blog zurückkommen und euch mehr Infos dazu geben, denn diese Herstellungsart von Biokunststoffen (auf Stärkebasis) ist vor allem in Deutschland weit verbreitet.