Eine kurze Geschichte der Biokunststoffe

Bio Bros Allgemein

Biokunststoffe sind keine so neue Erfindung, wie man vielleicht meinen könnte. Schon 1869 stellte Hyatt Celluloid

– einen thermoplastischen Kunststoff auf Cellulose-Basis, dem Hauptbaustoff der meisten Pflanzen – her. Dieses Material ließ sich unter anderem für Filme, Brillenfassungen und Spielzeug verwenden. Als „Cellophan“ ist dieses dann ab 1923 als Cellulosehydrat bekannt geworden und wird auch heute noch als Verpackungsmaterial eingesetzt. Erst nach 1980 gab es wieder nennenswerte Entwicklungen: Vor dem Hintergrund der Nachhaltigkeit wollte man erdölbasierte Werkstoffe ersetzen. Zum Einsatz kamen nun vor allem Thermoplastische Stärke (TPS), Celluloseacetat und Polylactide (PLA). Zudem wurden Herstellungsverfahren für biobasiertes Polyethylen (Bio-PE), Polypropylen (Bio-PP) und andere Kunststoffe entwickelt.

Mit einem Marktanteil von etwa 80 Prozent bildet Thermoplastische Stärke den derzeit wichtigsten und am meisten gebrauchten Vertreter der Biokunststoffe. Als pflanzliches Rohmaterial dienen hauptsächlich Mais, Weizen und Kartoffeln in Europa, Afrika und Nordamerika sowie Tapioka in Asien. Gründe dafür, dass Biokunststoffe sich bislang noch nicht stärker durchsetzen konnten, sind der hohe Preis, die schlechte Verfügbarkeit und die gegenüber fossilen Kunststoffen eingeschränkte Materialleistung. Aber auch die Entsorgungssituation ist nach wie vor unbefriedigend.

Zu den Nachteilen von Bioplastik in einem anderen Blog aber mehr.